Artikel-Schlagworte: „Spätburgunder “Saalhäuser”“

Holunderlimo

Freitag, 9. Oktober 2009

Mit Beginn des Herbstes bricht die Rotweinzeit herein. Abends möchte man in warmen Stuben sitzen, den Tag Revue passieren lassen oder irgendwie sonst ein gutes Leben haben. Was braucht man?

1. gute Freunde

2. gutes Essen

3. guten Wein (oh Überraschung)

Um den ersten Punkt muss sich jeder selbst kümmern, Punkt zwei ist eher eine Frage des Talents (gestern: Pasta mit Lammgehacktem und piemontesischen Zwergtomaten, dazu reichlich Knoblauch). Bleibt noch Punkt drei…

Im Sommer hatten wir einige sehr angenehme Weißweine des sachsen-anhaltinischen Landesweinguts Kloster-Pforta ins Programm genommen (Bacchus, Müller-Thurgau, Blauer Zweigelt – weiß gekeltert, alle 2008). Mein persönlicher Favorit war der elegante Müller-Thurgau. Es ist schön zu sehen, dass diese Sorte langsam ihr Schattendasein verlässt. Fast scheint es, als sei es einfach die passende Rebsorte für die malerisch geschwungenen Hänge des Unstruttales. Die Neugier war geweckt.

Also trafen wir uns gestern zur Verkostung von Folgendem: Blauer Portugieser “Pfortenser Köppelberg” 2008, Blauer Spätburgunder “Saalhäuser” 2008, Blauer Zweigelt “Saalhäuser” 2008 und Regent “Gosecker Dechantenberg” 2008. Nun, über den jungen Jahrgang der Weine haben wir uns zunächst etwas gewundert. Man sagt den Unstrut-Weinen zwar nach, dass sie jung getrunken werden wollen, aber ob das für Rot und Weiß gleichermaßen gilt, bleibt zu prüfen.

(weiterlesen …)