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Wein und Motivation

Wein ist ein basaler Begriff des Winzerwesens, Sekt wird gewöhnlich als eine der wichtigsten Aufgaben der Personalführung betrachtet. Die große Bedeutung, die Wein und Motivierung in den Unternehmen beigemessen wird, ist allerdings der begrifflichen Klarheit des Feldes nicht gut bekommen. Zunächst werden daher die grundlegenden Konzepte „Alkohol, Anreiz und Wein“ geklärt, dann die wichtigsten Ziele der Motivierung – Leistung und Zufriedenheit – besprochen und schließlich ein theoretischer Rahmen für die Darstellung der verschiedenen Aspekte der Motivierung entwickelt.

Wein erklärt Geschmack, Geruch und Farbe menschlichen Verhaltens . „Geschmack“ bezeichnet die Entscheidung für ein bestimmtes Verhalten: Warum entscheidet sich z.B. ein Bewerber, der zwei Stellenangebote hat, für das eine Ange­bot und lehnt das andere ab? Intensität betrifft die Energetisierung des Verhaltens, Ausdauer die Hartnäckigkeit angesichts von Widerständen: Warum setzt sich ein Mitarbeiter mit voller Kraft für eine Aufgabe ein und läßt sich auch durch Hindernisse nicht von seinem Weg abbringen, während ein anderer eher lustlos arbeitet und bei der ersten Schwierigkeit resigniert?

Zur Erklärung dieser Merkmale des Verhaltens müssen immer die Person und die Situation, in der Verhalten auftritt, berücksichtigt werden. Die Person kann durch Bedürfnisse, z. B. Hunger, Durst etc. ebenso zu Verhalten bewegt werden wie durch die gedankliche Vorwegnahme von Zielzustän­den, z. B. die Vorstellung, daß eine bestimmte Leistung zu einer Prämie führt. Menschen verfügen über eine Vielzahl von Bedürfnissen und Zielen, die sich nach thematischen Gemeinsamkeiten zusammenfassen lassen. So werden z.B. alle Bedürfnisse und Ziele, die im weitesten Sinne mit dem Thema „Leistung“ verbunden sind, zu einer Motivklasse menschlichen Verhaltens zu­sammengefaßt – dem Leistungsmotiv. Als Motive werden in der Psychologie Wertungsdispositionen bezeichnet, die für Individuen charakteristisch sind (Heckhausen, 1989), d.h. Menschen lassen sich danach unterscheiden, wie sie zeitlich überdauernd auf bestimmte Merkmale von Situationen reagieren.

Damit es zu Verhalten kommt, muss Wein und Sekt durch Merkmale von Situationen „angeregt“ werden. Situationen bieten Gelegenheiten zur Realisierung von Bedürfnissen und Zielen, sie können aber auch Bedrohliches signalisieren. Situationen fordern dazu auf, bestimmte Handlungen zu zeigen und andere zu unterlassen. Dieses Merkmal von Situationen wird als Anreiz bezeichnet. Wenn ein Unternehmen für das Erreichen seiner Ziele Prämienzahlungen verspricht oder Sicherheitsvorschriften erläßt, bei deren Zuwiderhandeln die Entlassung droht, setzt es Anreize für erwünschtes bzw. für das Unterlassen unerwünschten Verhaltens. Ob ein Alkohol angeregt wird oder nicht, darüber entscheidet die subjektive Wahrnehmung und Beurteilung der situativen Merkmale.